Wechseljahre

Wechseljahre: Beschwerden und Behandlung


Elderly woman on a white backgroundAls Wechseljahre oder Menopause wird die Zeit hormoneller Umstellung um das 50. Lebensjahr einer Frau bezeichnet. Durch das Absinken weiblicher Sexualhormone im Blut gehen einige körperliche Veränderungen einher, die bei vielen Frauen zu Beschwerden führen.

Häufig kommt es zu

  • perimenopausalen Blutungsstörungen (verkürzte Monatszyklen, unregelmäßige Blutungen, Zwischenblutungen oder besonders starke und lange Blutungen),
  • Hitzewallungen,
  • Schweißausbrüchen,
  • Herzjagen,
  • Schlafstörungen,
  • Stimmungsschwankungen,
  • Gewichtszunahme,
  • trockenen Schleimhäuten,
  • Kopfschmerzen bzw. Migräne,
  • Minderung der körperlichen Leistungsfähigkeit,
  • Depressionen.

Mit der Zeit lassen viele dieser Beschwerden nach, doch der Mangel an Östrogen kann in Kombination mit dem zunehmenden Alter auch langfristige Folgen haben. So erhöht sich das Risiko für Diabetes und für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Wahrscheinlichkeit von Osteoporose wächst, da Östrogene den Knochenabbau hemmen.

In den Wechseljahren nimmt die Produktion von Östrogen und Gestagenen viel stärker ab als die Androgenproduktion. Ein dadurch entstehendes hormonelles Ungleichgewicht zu Gunsten der Androgene kann zu Haarausfall, verändertem Haarwuchs (z.B. Damenbart oder Brustbehaarung) und manchmal zu unreiner Haut führen.

Etwa ein Drittel der Frauen in den Wechseljahren leidet gar nicht unter der hormonellen Veränderung, bei einem Drittel sind die Symptome nur leicht und bei einem Drittel stark ausgeprägt.

Bei meisten Frauen dauern die Beschwerden nur wenige Jahre an. Etwa 10% der Frauen zeigen jedoch auch nach mehr als zehn Jahren noch deutliche Symptome.

Durch einige Veränderungen in der Lebensführung lassen sich die Beschwerden und Folgen des Wechsels jedoch mildern.

Dazu gehören

  • regelmäßige Bewegung,
  • Krafttraining,
  • Aufhören mit dem Rauchen,
  • ausgewogene Erhährung mit reichlich Vit. D und Kalzium, Obst, Gemüse, Getreide, Nüssen, hochwertigen Pflanzenölen und fetthaltigem Fisch,
  • Vermeiden vom Stress.

Zur Behandlung der Symptome in den Wechseljahren können verschiedene Strategien zum Einsatz kommen.

Zunächst werden bestimmte Pflanzenpräparate, Teemischungen oder sog. Phytohormone (pflanzliche östrogenartige Hormonstoffe) eingesetzt.

Bei stärkeren Wechseljahresbeschwerden sind sie im Allgemeinen jedoch nicht ausreichend wirksam, deswegen sind jedoch häufig die ausgeprägteren Symptome nur mit der sog. Hormonersatztherapie (HRT) mit Östrogen-Gestagen-Präparaten am effektivsten in den Griff zu bekommen. Dadurch kann der Ausfall der Eierstockhormone ausgeglichen werden.

Die Hormonersatztherapie lindert nicht nur die Wechseljahresbeschwerden, sondern kann auch das Risiko von Gefäßerkrankungen und Knochenabbau verringern.

Es profitiert aber nicht jede Frau von einer Hormonbehandlung; für manche kann diese Therapie sogar Nachteile haben.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie der Meinung sind, kurz vor den Wechseljahren zu stehen, sich bereits im Klimakterium befinden oder sonstige Beschwerden in diesem Zusammenhang haben.

Zu allen Fragen der Therapie der Wechseljahresbeschwerden mit pflanzlichen Mitteln oder Hormonpräparaten beraten wir Sie individuell nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Leitlinien, denn selbstverständlich hat jede Frau eigene Bedürfnisse und ggf. eigene Risiken, die wir gemeinsam herausfinden können.

Also sprechen Sie uns bitte an. Wir beraten Sie gerne zu diesem Thema.