Verhütung

Wie stellen Sie sich eine ideale Verhütungsmethode vor? 

Sie sollte absolut sicher Sie vor einer unerwünschten Schwangerschaft schützen, keine Nebenwirkungen haben, leicht anwendbar und so eine, die Sie nicht immer wieder vergessen, sein und nach deren Absetzen Sie auf Wunsch wieder schwanger werden könnten.

Heutzutage gibt es leider noch keine Verhütungsmethode, die diese alle Voraussetzungen erfüllt.

Es gibt jedoch eine Reihe von Methoden, die bei den verschiedenen Voraussetzungen ihre Stärken haben.

Hier möchten wir Ihnen die gängigsten Verhütungsmethoden vorstellen:

Die Zuverlässigkeit einer Verhütungsmethode

Die Zuverlässigkeit einer Verhütungsmethode:

Die Sicherheit und Zuverlässigkeit einer Verhütungsmethode ist am einfachsten daran zu erkennen, wie oft sie versagt. 

Der Richtwert für diese Zuverlässigkeit wird durch den Perl-Index festgelegt.

Der Pearl-Index entspricht der Anzahl der ungewollten Schwangerschaften pro 100 Frauen, die 1 Jahr lang mit der jeweiligen Methode verhütet haben.

Verwenden z.B. 100 Frauen ein Jahr lang ein Verhütungsmittel und werden unter dem Verhütungsmittel drei Frauen schwanger, so liegt der Pearl-Index dieser Methode bei 3.

Je niedriger der Wert ist, desto sicherer funktioniert die Verhütung.

Benannt ist der Pearl-Index übrigens nach dem amerikanischen Biologen Raymond Pearl, der ihn 1932 eingeführt hat.

Beim Pearl-Index muss zwischen der (theoretischen) Methodensicherheit und der (praktischen) Gebrauchssicherheit unterschieden werden.

Ein Beispiel: Theoretisch liegt der Pearl-Index der Anti-Baby-Pille bei nahezu Null. Tatsächlich liegt er aber bei 0,2 bis 0,5, da die Pille auch einmal vergessen wird einzunehmen oder sie durch andere Faktoren wie z. B. Erbrechen nicht richtig wirken kann.

Vor allem bei Kondomen und den „natürlichen Verhütungsmitteln“ kommt es häufig zu Anwendungsfehlern, die zu einem niedrigeren Pearl-Index führen.

Aus diesem Gründe kann der Perl-Index nur als Anhaltspunkt dienen.

In der folgenden Tabelle sind alle gängigen Verhütungsmethoden sowie der jeweilige Pearl-Index aufgeführt:

Die Pille

Die Pille

Die „Anti-Baby-Pille“, kurz „die Pille“ ist eine der wirkungsvollsten Empfängnisverhütungen. Mit einer nahezu 100-prozentigen Sicherheit verhindert sie eine Schwangerschaft. Bei später auftauchendem Kinderwunsch kann die Pille ohne Probleme wieder abgesetzt werden und hat nach Absetzen keine Auswirkung auf die Fruchtbarkeit.

Die Wirkung:
Die Pille zählt zu den hormonellen Verhütungsmitteln und besteht aus Kombination von Sexualhormonen Östrogen und Gestagen. Nach der Einnahme der Pille steigt im Blut die Konzentration dieser beiden Hormone. Dadurch wird der natürliche Hormonzyklus der Frau angegriffen und dem Körper wird eine Schwangerschaft vorgetäuscht. Wie bei einer normalen Schwangerschaft findet keine monatliche Reifung der Eizelle und dadurch kein Eisprung mehr statt. Zusätzlich macht die Pille den Schleimtropf am Gebärmuttereingang zähflüssiger, was die Beweglichkeit der Spermien beeinträchtigt und deren Vordringen in die Gebärmutter erschwert.  Die Pille sorgt auch für eine ungenügende Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut, weshalb die Regelblutung bei Pillen-Anwenderinnen üblicherweise schwächer und kürzer als die natürliche Regelblutung ist. Die Pille eignet sich daher auch besonders für Frauen, die unter Regelschmerzen leiden. Durch vor allem die Wirkung des Östrogens kann eine gute Zykluskontrolle erreicht werden.

Kommt bei Ihnen die Pille als Verhütungsmethode in Frage?
Die Pille eignet sich grundsätzlich für nahezu alle Frauen, die fruchtbar sind aber derzeit kein Kind bekommen möchten – für junge Frauen bis hin zu Frauen in den Wechseljahren.

Für alle Formen der hormonellen Verhütung gilt, dass vor der Verschreibung eine sorgfältige Anamnese und körperliche sowie gynäkologische Untersuchung durchgeführt werden muss. Dadurch können wir beurteilen, ob in Ihrem Fall eine Pille geeignet ist und welche Zusammensetzung gegebenenfalls zu bevorzugen ist. Für die Dauer der Pilleneinnahme werden durch die gesetzlichen Krankenkassen die Vorsorgeuntersuchungen in einem 6-monatigen Rhythmus vorgesehen.

Wie bereits oben erwähnt wurde, eignen sich einige Pillenpräparate durch deren Einfluss auf den Zyklus besonders für Frauen mit starken Regelschmerzen, starken Blutungen, Eisenmangel, prämenstruellem Syndrom sowie dysfunktionellen Blutungen. Auch das Beschwerdebild einer Endometriose oder Zystenbildungen in den Eierstöcken lassen sich durch Pilleneinnahme oft positiv beeinflussen.

Die in den Pillen enthaltenen Gestagene haben darüber hinaus einen regulatorischen Einfluss auf die männlichen Geschlechtshormone (Androgene). Wenn Sie unter Störungen im Androgenhaushalt leiden, die in der Regel zu unreiner bzw. fettiger Haut, Akne oder Haarausfall führen, kann die Pille in Ihrem zu einer Verbesserung der Beschwerden führen und wird oft therapeutisch eingesetzt.

Während der Stillzeit dürfen die östrogenhaltigen Kombinationspräparate nicht eingenommen werden.

So wenden Sie die Pille an:
Bei der ersten Anwendung der Pille oder nach einer längeren Anwendungspause fangen Sie am ersten Tag der Monatsblutung mit der Einnahme an. Wird die Pille ab dem ersten Tag des Zyklus eingenommen, besteht ab diesem Zeitpunkt ein sicherer Empfängnisschutz. Dieser hält auch während der Pillenpause von meist sieben Tagen an.
Die Pille muss immer am Abend oder immer am Morgen geschluckt werden, wobei die Uhrzeit nicht wichtig ist. Allerdings darf die Einnahme nicht vergessen werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, die Einnahme der Tablette in ein tägliches Ritual einzubeziehen – sie etwa nach dem Zähneputzen morgens bzw. abends einzunehmen.

Die meisten Pille werden 21 Tage lang eingenommen, danach folgt eine Einnahmepause von 7 Tagen. Es gibt auch Präparate, die 22 oder 24 Tage eingenommen werden, worauf eine 6 bzw. 4-tägige Einnahmepause folgt, durch die es zu einem Hormonentzug und zu sogenannter Abbruchblutung kommt. Die Abbruchblutung ist zwar ähnlich wie eine Regelblutung, fällt aber meist kürzer und schwächer aus. Auch während dieser 4-, 6- bzw. 7-tägigen Einnahmepause besteht voller Verhütungsschutz. Unabhängig davon, ob die Blutung noch besteht oder bereits aufgehört hat, wird am 29.Tag, d.h. am 1. Tag des nächsten Zyklus, mit einem neuen Pillenblister begonnen.

Wenn Sie eine Pille vergessen haben:
Sollten Sie die Pille einmal vergessen haben, empfiehlt sich die alsbaldige Einnahme der ausständigen Tablette. Wird die Pille nicht mehr als zwölf Stunden verzögert eingenommen, besteht für den Rest des Monats voller Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft. Die Einnahme der darauffolgenden Pille erfolgt wieder zum gewohnten Zeitpunkt. Sind mehr als zwölf Stunden vergangen, ist der Empfängnisschutz nicht mehr gewährleistet. Trotzdem sollten Sie die vergessene Pille schlucken, sobald Ihnen der Einnahmefehler auffällt. Auch die restlichen Dragees sollten Sie zum gewohnten Zeitpunkt einnehmen, um den Monatszyklus beizubehalten. Zusätzlich müssen Sie jedoch mit anderen Methoden (z.B. Kondom) verhüten, bis ein neuer Zyklus beginnt.

Nebenwirkungen der Pille:
Die Pille wird von den meisten Frauen sehr gut vertragen.
Wie alle Arzneimittel, kann auch die Pille zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Unter Pilleneinnahme kann es zu Zyklusunregelmäßigkeiten, Zwischenblutungen, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen oder Verstimmung kommen.

Thrombosen oder Schlaganfälle zählen zu den am meisten gefürchteten Nebenwirkungen der Pille.
Das Risiko für diese Erkrankungen ist sehr gering. Durch die Einnahme der Pille kann sie ansteigen, insbesondere wenn gleichzeitig solche Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen vorliegen, wie starkes Rauchen, lange Flugzeugreisen, Übergewicht, Immobilität, Fettstoffwechselstörungen oder Atherosklerose.
Wenn bei Ihnen ein erhöhtes Thromboserisiko, d.h. bei Störungen der Blutgerinnung, bei bereits stattgefundenen Thrombosen oder bei Diabetes, besteht, dann ist für Sie die östrogenhaltige  Kombinationspille generell nicht geeignet. Auch bei bestimmten Tumorerkrankungen (z.B. Brustkrebs) darf die Pille nicht angewandt werden.

Durch die geringere Dosierung des Östrogens in der Pille können deren Nebenwirkungen reduziert werden.

Pearl-Index: 0,1 – 0,9.

Kosten: ca. 10-20 Euro pro Monat.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen zurzeit die Kosten für die Pille bis zum vollendeten 19. Lebensjahr. Ab dem 20. Geburtstag muss die Pille selbst gezahlt werden.

Die Mini-Pille

Die Mini-Pille (Gestagen-Monopräparate):

Im Gegensatz zur herkömmlichen Pille enthält die Mini-Pille kein Östrogen, sonder nur eine geringe Menge Gestagen (Gelbkörperhormon).

Im Unterschied zur „klassischen“, aus Östrogen und Gestagen bestehenden Pille, verhindert die herkömmliche Mini-Pille den Eisprung nicht. Die Mini-Pille behindert stattdessen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, sodass sich eine Eizelle im unwahrscheinlichen Fall der Befruchtung dort nur schlecht einnisten kann. Auch der Schleimtropf am Gebärmuttereingang wird durch Gestagenwirkung zehflüssiger. Die Spermien können dadurch nicht mehr in die Gebärmutter eindringen und eine eventuell befruchtete Eizelle kann sich nicht in der Gebärmutterschleimhaut einnisten.

Der Eisprung findet im Unterschied zu östrogenhaltigen Kombinationspillen jeden Monat statt – eine Befruchtung ist also theoretisch möglich, wenn die Pille nicht exakt eingenommen wird.

Wie wenden Sie die Mini-Pille an?

Im Gegensatz zu der aus Ostrogen und Gestagen bestehenden Kombinations-Pille nehmen Sie die Mini-Pille ohne Einnahmepause  ein,  das heißt, nach dem Sie einen aus 28-Tagen bestehenden Blister aufgebraucht haben, fangen Sie am nächsten Tag mit einem neuen Blister an.
Früher war üblich, die Minipille genau um die gleiche Uhrzeit einzunehmen. So wie bei den Östrogen und Gestagen enthaltenden Anti-Baby-Pillen kann die Einnahme der heute erhältlichen östrogenfreien Mini-Pillen um bis zu zwölf Stunden verschoben werden, ohne dass der Schutz beeinträchtigt wird.

Sind Sie für die Mini-Pille geeignet?

Wenn Sie hormonell verhüten wollen aber

  • keine Östrogene vertragen,
  • in der Anamnese eine Thrombose gehabt haben,
  • in der Familie ein erhöhtes Thromboserisiko besteht,
  • eine starke Raucherin sind,
  • unter Einnahme der „klassischen“ Pille verstärkte Wassereinlagerungen oder Kopfschmerzen bekommen,

Ihr Baby stillen wollen (die in die Muttermilch übergehende Gestagenmenge ist so gering, dass sie Ihrem Kind nach heutigem Erkenntnisstand nicht schadet),

dann bietet die Mini-Pille für Sie eine gute Alternative.

Vorteile der Mini-Pille:

  • kein erhöhtes Thromboserisiko,
  • bietet in Abhängigkeit von der regelmässigen Einnahme einen relativ guten bis guten Schutz,
  • meist Abnahme der Stärke der Regelblutungen und Minderung von Regelschmerzen,

Entfallen der mit Östrogen einhergehenden Nebenwirkungen.

Nachteile der Mini-Pille:

  • unvorhergesehener Blutungsrhythmus,
  • an die Verhütung muss im Gegensatz zu anderen Methoden der hormonellen Verhütung (Hormonspirale, Dreimonatsspritze, Depotpflaster, Hormonstäbchen) täglich gedacht werden; dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit von Anwendungsfehlern,
  • Akne wird oft verstärkt.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

  • zu Beginn der Einnahme relativ häufig Zwischenblutungen, die zwar medizinisch unbedenklich sind, von vielen Frauen aber als sehr lästig empfunden werden;
  • die Monatsblutung kann sich verzögert oder gänzlich ausbleibt, was nicht selten die Befürchtung weckt, doch schwanger geworden zu sein; im Laufe der Zeit pendelt sich das Blutungsmuster dann aber oft in Richtung weniger häufig und weniger stark ein;
  • Akne, Übelkeit, Gewichtszunahme oder ein Spannungsgefühl in der Brust legen sich meist nach einigen Monaten.

Wie sicher ist die Mini-Pille?

Die Mini-Pille gehört zu den relativ sicheren Verhütungsmitteln. Vorraussetzung für die Zuverlässigkeit ist allerdings die tägliche Einnahme.

Pearl-Index (mit Levonorgestrel): 0,5 (bei korrekter Anwendung) – 3.
Pearl-Index (mit Desogestrel): 0,14 – 0,4.

Kosten: 7-13 euro/Monat.

Die Pille danach

Die „Pille danach“:

Die „Pille danach“ steht für den Notfall zur Verfügung, wenn eine Verhütungspanne passiert ist oder die Verhütung vergessen wurde.

Zur regelmäßigen Schwangerschaftsverhütung ist sie ungeeignet!

Die männlichen Samenzellen können bis zu fünf Tage in der Gebärmutter und den Eileitern überdauern. Kommt es in dieser Zeit zum Eisprung, ist eine Befruchtung deshalb bis zu fünf Tage nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr möglich.

Sofern der Eisprung noch nicht stattgefunden hat, kann ihn die „Pille danach“ aufhalten und auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Dadurch wird keine Befruchtung mehr möglich, weil die Spermien die Eizelle nun „verpassen“. Es handelt sich bei einer Notfallverhütung also nicht um einen Schwangerschaftsabbruch.

Um dem Eisprung zuvorzukommen, ist es am besten, wenn die „Pille danach“ so schnell wie möglich genommen wird, am besten innerhalb von 12 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr. Danach geht ihre Wirksamkeit allmählich zurück.

Die Präparate mit dem Wirkstoff Levonorgestrel sind für die Einnahme bis maximal 3 Tage (72 Stunden) nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr zugelassen, die Präparate mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat bis maximal 5 Tage (120 Stunden) danach.

Kommt es nach der Einnahme der „Pille danach“ innerhalb von drei Stunden zu Erbrechen, sollte die Einnahme wiederholt werden.

Nach mehr als 5 Tage (120 Stunden) ist es zu spät für die „Pille danach“!

Wann kann die „Pille danach“ für Sie in Frage kommen?

Die „Pille danach“ kann als Notfallverhütung in folgenden Fällen sinnvoll sein:

  • wenn kein Verhütungsmittel zum Einsatz gekommen ist,
    sowie bei
  • Abrutschen oder Reissen des Kondoms,
  • Gelangen der Samenflüssigkeit in die Scheide bereits vor dem Anlegen des Kondoms,
  • Verrutschen oder falscher Anwendung des Diaphragmas,
  • Vergessen oder zu später Einnahme der Pille,
  • Beeinträchtigung der Wirkung der Pille durch die Einnahme anderer Medikamente,
  • starkem Erbrechen oder Durchfall, wobei die Sicherheit der Pille nicht mehr gewährleistet werden kann.

Zwar ist die Eizelle nur in einer relativ kurzen Phase ihres Zyklus befruchtungsfähig, doch wann diese Phase (also der Eisprung und die fruchtbaren Tage) ist, lässt sich kaum exakt vorhersagen. Noch dazu können Spermien im Eileiter bis zu 6 Tage überleben.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ist umso höher, je näher der ungeschützte Geschlechtsverkehr am Tag des Eisprunges liegt. In den beiden Tagen direkt vor dem Eisprung ist sie am höchsten.

Wenn Sie einen ungeschützten Verkehr hatten, aber unter keinen Umständen schwanger werden möchten, ist es unabhängig vom Zyklustag im Zweifelsfall sicherer, rasch zu handeln und die „Pille danach“ möglichst bald einzunehmen.

Die Pille danach ist nur dann wirksam, wenn sie eingenommen wird, bevor der Eisprung stattfindet. Ist der Eisprung bereits erfolgt, hat die Pille danach keinerlei Wirkung und die Frau kann trotzdem schwanger werden.

Die „Pille danach“ verschiebt lediglich den Eisprung um ein paar Tage. Findet im gleichen Zyklus zu einem späteren Zeitpunkt nochmal Sex statt muss in jedem Fall zusätzlich verhütet werden, z.B. mit Kondom. Ansonsten kann die Frau noch im selben Zyklus schwanger werden. Zudem schützt die „Pille danach“ nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten, das kann nur das Kondom!

Eine bestehende Schwangerschaft kann durch die Einnahme der „Pille danach“ nicht beendet werden. Deshalb hat die „Pille danach“ auch nichts mit der Abtreibungspille zu tun.

Die einmalige Einnahme ist im Falle einer bereits bestehenden Schwangerschaft nicht bedenklich.

Wie wirksam ist die „Pille danach“?

Generell gilt: Je früher nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr die „Pille danach“ eingenommen wird, umso größer ist die Chance, eine Schwangerschaft zu verhindern.

Nach der Einnahme kommt es normalerweise zur üblichen Regelblutung, die sich manchmal ein wenig verzögern kann.

Lässt die Regel aber mehr als fünf bis maximal sieben Tage über den normalen Zeitpunkt hinaus auf sich warten, empfiehlt es sich, einen Schwangerschaftstest durchzuführen.

Welche Nebenwirkungen kann die „Pille danach“ bei Ihnen verursachen?

Alle Präparate sind sehr gut verträglich.

Gelegentlich kann es zu

  • Kopfschmerzen,
  • Übelkeit,
  • Schmerzen im Unterbauch,
  • Schwindel oder Müdigkeit

kommen.

Bei einem Verdacht auf eine bereits bestehende Schwangerschaft oder bei schwerem Asthma soll die „Pille danach“ nicht eingenommen werden.

Wie bekommen Sie die „Pille danach“?

In Deutschland gibt es die „Pille danach“ (beide Wirkstoffe) rezeptfrei in allen Apotheken zu kaufen.

Kosten:

Präparate mit dem Wirkstoff Levornogestrel kosten etwa 13 Euro,
das Präparat mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat etwa 32 Euro.

Alternative – die „Spirale danach“:

Die „Spirale danach“ ist eine normale Kupfer-Spirale und wird auch als langfristiges Verhütungsmittel genutzt.

In der Notfallverhütung muss sie innerhalb von fünf Tagen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr vom Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt werden, verhindert eine Schwangerschaft mit einer 99-prozentigen Sicherheit und kann bis zu 5 Jahre liegen bleiben.

Die Hormonspirale ist zur Notfallverhütung nicht geeignet!

Der Hormonring
Das Hormon-Implantat
 
Die Hormon-Spirale
Die Kupfer-Spirale
Die Sterilisation
Die 3-Monats-Spritze
Das Kondom
Das Scheiden-Diaphragma
Die Kalender-Methode (Knaus-Ogino)